|
 |
 |
|
Sauerbier, Rainer

Heb geen schrik
2007, 140 x 90 cm, experimentele analoge fotografie.
Fürchte dich nicht
2007, 140 x 90 cm, Analoge-Experimentelle-Fotografie
|
 |
 |
HEB GEEN SCHRIK
De grote Geest boven is de herder van alle herders.
Ik behoor hem toe en mij ontbreekt niets meer.
Hij werpt mij een touw toe en dat touw heet liefde.
En Hij trekt mij zeer zacht daarheen,
waar het gras groen is en het water niet zo gevaarlijk.
En ik eet en leg mij verzadigd neer.
Soms is mijn hart zwak en laat het mij in de steek.
Maar Hij trekt mij weer op en sleurt mij naar een goede weg,
want zijn naam is wonderbaar.
Eens, dat kan zeer spoedig zijn,
of wat later – misschien veel later –,
zal Hij mij in een eng dal trekken dat tussen de bergen ligt.
Het is er donker.
Toch zal ik niet terugkeren en ik zal ook geen vrees hebben,
want daar tussen de bergen zal de Goede Herder mij ontmoeten
en de honger die ik in mijn hart mijn ganse leven door bemerk
– die honger zal worden gestild.
Soms maakt Hij van dat touw een zweep,
maar daarna geeft hij mij een staf op dewelke ik kan steunen.
Hij bereidt mij een maaltijd met allerlei spijzen.
Hij legt mijn hand op mijn hoofd en alle moeheid is weg.
Hij vult mijn beker tot hij overloopt.
Wat ik zeg is geen leugen.
De wegen die voor mij liggen,
zullen mij door het leven voeren
en daarna zal ik binnengaan in het grote kamp,
daar wonen en mijn neerzetten
met de grote Herder
voor altijd.
|
 |
 |
FÜRCHTE DICH NICHT
Der große Geist droben ist der Hirte aller Hirten. Ich bin sein und mir mangelt nichts.
Er wirft mir ein Seil zu und das Seil heißt Liebe.
Und er zieht mich sehr sanft dort hin, wo das Gras grün ist und das Wasser nicht so gefährlich.
Und ich esse und lege mich gesättigt nieder.
Oftmals ist mein Herz schwach und entfällt mir.
Aber er führt mich wieder empor und zieht mich auf eine gute Straße, denn sein Name ist wunderbar.
Dereinst, es mag sehr bald sein, oder etwas später - vielleicht viel später –
wird er mich in ein enges Tal ziehen, das zwischen den Bergen liegt. Es ist dunkel dort.
Aber ich werde nicht umkehren und mich auch nicht fürchten,
denn dort zwischen den Bergen wird der gute Hirte mir begegnen
und der Hunger, den ich in meinem Herzen das ganze Leben hindurch verspüre, wird gestillt werden.
Oftmals macht er aus dem Seil eine Peitsche,
aber danach gibt er mir einen Stab, auf den ich mich lehnen kann.
Er bereitet mir einen Tisch mit mancherlei Speisen.
Er legt seine Hand auf mein Haupt und alle Müdigkeit ist dahin.
Er füllt meinen Becher bis er überläuft. Was ich sage ist keine Lüge.
Die Straßen, die vor mir liegen, werden mich durch dieses Leben führen
und hernach werde ich eingehen in das große Lager,
zu wohnen und mich niedersetzen mit dem großen Hirten immerdar. |
|
|